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richtig Mate-Tee trinken

Mate-Tee   -   so genießen Sie ihn richtig

Informationen rund um Mate-Tee:

Grünes Gold
Mate (oder Mati) nannten bereits die Inkas das Trinkgefäß aus Kürbis, in dem sie ein teeähnliches Getränk aus fein zerstampften Blättern eines immergrünen Baumes zubereiteten. Dieser immergrüne Baum ist ein Stechpalmengewächs der Art Ilex paraguariensis und wächst nur im subtropischen Nordosten Argentiniens, in Uruguay und Paraguay sowie in Teilen Südwest Brasiliens. All diese subtropischen Gebiete waren jedoch niemals Teil des riesigen Inka-Reiches gewesen, und somit prägten wohl schon die Inkas für dieses teeähnliche Getränk den Begriff des "Grünen Goldes".

Mate oder Yerba Mate?
Heutzutage bezeichnet Mate sowohl das Getränk als auch den Mate-Becher. Ist jedoch von den losen Teeblättern die Rede, wird von "Yerba Mate" [span.] oder "Erva Mate" [bras.] = Mateblätter / Matepflanze gesprochen.

der immergrüne Baum,
der keinen Frost verträgt, kann bis zu 12m Höhe erreichen, wird allerdings in Plantagen strauchartig gezogen. Frisch geerntete Blätter trocknet man über Rauch und zerstampft sie anschließend mehr oder weniger fein. Die Blätter enthalten neben Koffein und Gerbstoffen, ätherische Öle, Mineralstoffe und die Vitamine A, B, C, E.

Bekömmlichkeit
Etwa die Hälfte des Koffeins ist an die Gerbstoffe gebunden und wird erst nach und nach freigesetzt. Dadurch ist Matetee bekömmlicher als Kaffee und wird auch von Menschen mit "empfindlichem Magen" gut vertragen. Er wirkt durch das Koffein erfrischend, regt den Stoffwechsel und die Verdauung an, aber Sie nicht auf.

ein Ritual
Matetee-Trinken ist mehr als bloßer Tee-Genuß: Gemeinsam Matetee-Trinken gleicht einem sympathischen Ritual unter Freunden. Selbstverständlich können Sie Mate auch alleine genießen, die Zubereitung ist jedoch immer gleich:

1) Füllen Sie Ihren Matebecher zu 2/3 mit Yerba Mate (gehäckselte Mateblättern) auf und stecken die Bombilla (Trinkröhrchen) hinein.

2) Gießen Sie mit heißem, nicht kochendem Wasser (85-90°C) den Becher bis zum Rand voll. Der Tee ist (wenn Sie heißes vertragen) sofort trinkbar.

3) Genießen Sie den Matetee durch die Bombilla. Falls er Ihnen zu "amargo" (bitter) schmeckt, geben Sie nach belieben Zucker hinzu.

4) Achten Sie jedoch peinlich darauf, dass die Bombilla ein Trinkröhrchen ist und kein Umrührstab! Beim Umrühren drücken Sie kleine Blätterteile durch das Bombilla-Sieb und bekommen diese beim nächsten Trinken in den Mund. Natürlich ist dies nicht weiter schlimm, nur ein wenig "unangenehm".

5) Das entscheidende ist, dass Sie den Becher relativ rasch in 3-5 Zügen austrinken. Anschließend wird der gleiche Becher – unverändert (höchstens mit ein wenig Zucker) – wieder mit heißem Wasser aufgefüllt. Der Matetee-Genuß wird fortgesetzt (wie unter 3. und 4. beschrieben). Dies ist der wichtigste Moment des Rituals: Sie - als Gastgeber/In oder Initiator/In – sind verantwortlich, dass nun der von Ihnen neu gefüllte Becher an den nächsten Freund gereicht wird. Achten Sie genau darauf, dass alle anwesenden Personen (solange diese es wünschen) abwechselnd und in gleicher Reihenfolge den Becher bekommen, und jeder seinen Becher austrinkt. Vergessen Sie jemanden in der Runde, könnte es für denjenigen Grund genug sein, Ihnen die Freundschaft zu kündigen...(- zumindest in Argentinien -)...!

6) Problemlos können Sie eine Tee-"Ladung" für 8-10 Aufgüsse verwenden, letztlich so lange, bis die Blätter keinen Geschmack mehr abgeben (und Sie Ihren Freunden nur noch heißes Wasser anbieten).

7) Am Ende des Rituals säubern Sie Becher und Bombilla unter klarem, fließendem Wasser. Zuvor sollten Sie jedoch den Teesatz im Becher mit kräftigen Schüttelbewegungen im Biomüll entsorgt haben. Spülmittel benötigen Sie keines.

Hilfreiche Tipps zum Schluß:
- Gießen Sie das heiße, nicht kochende Wasser in eine Thermoskanne und benutzen diese zum Auffüllen des Matebechers.
- Falls Sie Ihren Mate lieber gesüßt mögen, geben Sie gleich 2-3 Teelöffel Zucker mit in die Thermoskanne hinein.
- Wenn Sie das erste Mal Matetee trinken, erwarten Sie keinen geschmacklichen "Höhenflug". Mate schmeckt anfänglich eher bitter und ist durchaus "gewöhnungsbedürftig"! So stellte ich mir bei meinem ersten Matetee die Frage: "Wie kann man so etwas nur trinken?" Doch von Mal zu Mal schmeckte er mir besser und besser, und heute liebe ich ihn!

Abschlußfrage: "Wer erinnert sich nicht mit Grauen an seine ersten Kaffee-Probier-Versuche?"